Wahlskandal in Groot Gämen

nach Dieter Adam

In der Maske und hinter der Bühne

Bericht der Borkener Zeitung am 05.11.2012

Keine weiße Weste: Der Wahlkampf geht ins Auge

"Wahlskandal in Groot Gämen" ist ein großer Erfolg

 

GEMEN (mge). Es ging um Bürgermeister und weiße Westen, um Sardinen auf Grönland und Parteitage in Ahaus-Alstätte – um die weite Welt also. Und es ging um Gemen, genauer um Groß-Gemen. Schweiß und Tränen flossen reichlich bei den Aufführungen von „Wahlskandal in Groot Gämen“. Schweiß bei den Akteuren auf der Bühne, Tränen bei denen vor der Bühne.

Zum 15-jährigen Jubiläum hatte Regisseurin Marita Laertz wieder ein Stück einstudiert, dass bei allen drei Vorstellungen Lachsalven beim beifallfreudigen Publikum produzierte. Da es um Bürgermeister ging, und Bürgermeister Rolf Lührmann am Donnerstag mit Gattin in der ersten Reihe saß, war klar, dass es reichlich anzügliche Anspielungen geben würde.

Die Geschichte spielt in der Zeit, als Gemeinden noch zusammengelegt wurden. Es wird ein neuer Bürgermeister gesucht. Der bisherige, Alois Tempelmann (Paraderolle für den unverwüstlichen Theo Larfeld), will den Konkurrenten Anton Lübbering (Alfons Ebbing) klein halten, kämpft aber nicht nur gegen den, sondern auch gegen Schwägerin Cilli Hülskamp (Marion Heming), deren leicht trotteligen Rollen-Ehemann Remigius Albert Osing gibt.

Leider kommt heraus, dass da jemand einen Fleck auf der weißen Weste hat – einen Besuch in einem anrüchigem Etablissement. Als das rauskommt, nimmt Ehefrau Berta (Magdalene Bockwinkel) den Ehemann an die Kandarre. Tochter Claudia (Birgit Lechtenberg), will nach dem Skandal in Grönland Sardinen streicheln, denn sie sieht keine Zukunft mehr mit Lübberings Sohn Thomas (Berthold Grave).

Da trumpft Anton Lübbering auf, verspricht im „Wahlkampf“ ein Hallenbad für Gemen, keine Staus an der Ampel und einen Bahnhof, der seinen Namen verdient. Der aufmerksame Leser erkennt die Zusammenhänge. Lübberings Ehefrau Mathilde (Ingrid Albers), die über alles reden kann, wird sprachlos, als sich heraus stellt, dass eine außereheliche Tochter (Maria Raap) existiert.

Wer schließlich Bürgermeister wird, verhüllt der Schlussvorhang. Der hob sich danach gleich mehrfach, weil der Applaus nicht enden wollte. Am Donnerstag gratulierte der richtige Bürgermeister der „Nachbargemeinde“ Rolf Lührmann den Plesiermakers zum Geburtstag. Ob er Larfelds Angebot, demnächst bei den Plesiermakers mitzuspielen, annimmt, bleibt abzuwarten.

 

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Artikel der Borkener Zeitung vom 19.07.2012

Plesiermakers studieren neues Stück ein

 

Gemen (mge) Fünfzehn Jahre „Plesiermakers van Gämen“, das kleine Jubiläum haben die Akteure um Spielleiterin Marita Läertz zum Anlass genommen, ein besonderes Stück herauszubringen. „Wahlskandal in Groot Gämen“ beruht auf einem Theaterstück von Dieter Adam. Es spielt natürlich wieder im Bereich des Ortsteils und es wird wie gewohnt die Lach-Tränendrüsen des Publikums strapazieren. Diesmal aber wird es ein politisches Stück. Letzteres ist natürlich mit einem Augenzwinkern zu lesen.

Damit es das reine Vergnügen auf und vor allem vor der Bühne wird, probt die Theatergruppe schon fleißig – noch mit Textbüchern, bald aber mit immer weniger Texthilfe. Die liefert dann nur noch Souffleuse Petra Stege. Nach 15 Jahren ist natürlich einiges Routine, aber nie ist es wie beim vergangenen Mal und etwas Lampenfieber gehört ja dazu. Vierzehn Stammspieler kann Marita Laertz einsetzten. „Das hat den Vorteil, dass jede Rolle nach den jeweiligen Charakteren, die das Stück verlangt, besetzt werden kann“, so die Spielleiterin.

Die Stücke werden jeweils von Alfons Ebbing ins Plattdeutsche übersetzt, das Bühnenbild plant und baut Gerhard Laertz. Dabei und bei allem anderen helfen die Partner der Spieler und der Nachwuchs. Für Outfit und Maske sorgen Marion Heming und Christiane Sassowski, und für die Technik ist Bernd ten Have zu ständig. Die fast familiäre Atmosphäre ist eben das Besondere an den Plesiermakers und wohl auch ein Garant für deren Erfolge.

Viel soll über das neue Stück noch nicht verraten werden. Nur so viel: Es geht um die Zusammenlegung von Böinghook und Gemen zur eigenständigen Gemeinde „Groot-Gämen“. Bürgermeister will Alois Tempelmann (gespielt von Theo Larfeld) werden, hat aber in Anton Lübbering (Alfons Ebbing) einen ziemlichen skrupellosen Konkurrenten. Wie im richtigen Leben, entspinnen sich daraus viele verzwickte Situationen, die das Können der Spieler ausreizen.

Einige Termine zum Vormerken: Der Vorverkauf - die Karte kostet acht Euro – ist am 20. Oktober im Heimathaus Grave, die Aufführungen sind am 2. November ab 19.30 Uhr, sowie am 3. November ab 14.30 und 19.30 Uhr jeweils in der Vorburg West der Jugendburg.

 

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