Denn Stried üm de Bux

nach Hans Lellis

Bericht der Borkener Zeitung am 07.11.2016

 Lösung für „den ewigen Stried um de Bux

 

Plattdeutsches Theater der Plesiermakers von Gämen kommt an

 Gemen (mge). Wer hat denn jetzt die Hosen an? Um die Frage drehte sich das Lustspiel „Den ewigen Stried um de Bux“, den die Plesiermakers van Gämen am Wochenende gleich drei Mal in der Vorburg aufführten. Dabei hatten gleich zwei die Hosen nicht an: Hermann, der Hofbesitzer (bodenständig gespielt von Albert Osing) und sein Nachbar Johann (Walter Brandt).

In dem amüsanten Stück ging es darum, dass Hermann unter der Knute von Ehefrau Mathilde (unsagbar mondän: Ingrid Albers) den Hof Große Vehne an den Rand des Ruins gebracht hatte. Genauer: Der ungetreue Verwalter Arie van Basten (mit köstlich holländischem Akzent: Pascal Thielsch) und von Mathilde angehimmelt, hat mächtig in die eigene Tasche gewirtschaftet. Ausgerechnet den wollte Mathilde als Gatten für ihre Tochter Maria (smart: Meike Stewering).

Altknecht Hans (ganz hervorragend: Tobias Becker-Hardt) wusste Rat und brachte mit Hilfe seines Neffen und Wirtschaftsfachmannes Markus (effizient und überzeugend: Philipp Gehling) Licht ins Dunkel der Machenschaften.

Dabei halfen die Perle des Hofes, Magd Cille (hocherotisch und trinkfreudig, aber unmusikalisch: Marion Heming), und Knecht Heini, „den besten Dänzer ut Mönsterland“ (cool und klasse: Rainer Föcking). Beide waren umwerfend komisch und wurden oft beklatscht.

Um es kurz zu machen: Markus entlarvte Arie und bekam dafür Maria, und auch Cilli kam ihrem Heini näher. Nicht zu vergessen: Der Hof wurde gerettet.

Nach einem Jahr kreativer Pause und mit Birgit Lechtenberg als neuer Leiterin präsentierte sich die neue Truppe spielfreudig, gut vorbereitet und präsent. Und dabei fiel es kaum auf, dass einige Akteure von Hause aus gar kein Platt sprechen. Dafür Chapeau.

Natürlich war der Abschied von bewährten Akteuren ein Schnitt. Aber auch die Neuen überzeugten mit gekonntem Spiel und gewannen die Herzen der Zuschauer mit noch dezenten, aber ausbaufähigen lokalen Anspielungen und Situationskomik. Der Szenenbeifall und der anhaltende Applaus am Schluss jeder Aufführung zeigten das deutlich.

Vor der Vorstellung am Freitag wurde die bisherige Spielleiterin Marita Laertz verabschiedet. Es wird sie sicher trösten, dass die Plesiermakers auch in Zukunft in Gemen präsent sein werden und auf einem guten Weg sind.

 

Da die Schauspieler nicht im luftleeren Raum spielten, ist zu erwähnen, dass Souffleuse Claudia Rentmeister im „Kasten“ einen klasse Job machte. Christiane Sassowski und Marion Heming beherrschten souverän die Maske und Berni ten Have die Technik. Kurzum: Ein Neustart, der noch viel erwarten lässt.

In der Maske und hinter der Bühne

Bühnenaufbau

Kartenvorverkauf im Heimathaus Grave

Bericht im Stadtanzeiger Borken vom 12.10.2016

Gemen (mge). Jede Menge Spaß gab es jetzt schon – allerdings nur für die „Plesiermakers van Gämen“, denn die Proben für das Lustspiel „Denn ewigen Stried üm de Bux“ laufen auch Hochtouren. Das Publikum muss sich noch einige Wochen gedulden, denn aufgeführt wird der Dreiakter am Freitag, 4. November um 19.30 Uhr sowie am Samstag, 5. November, um 14.30 und 19.30 Uhr in der Vorburg der Jugendburg.

Karten zum Preis von 8 Euro besorgen gibt es am 22. Oktober von 10 bis 13 Uhr im Heimathaus Grave oder danach in der Lottoannahme Dörthe Nienhaus.

Nach einjähriger Pause sind die Plesiermakers wieder auf der Bühne, mit neuer Regisseurin und zum Teil neuen Mitspielern. Theo Larfeld, Marita Laertz und Jürgen Lechtenberg haben das Lustspiel aus dem Bayerischen ins münsterländische Platt übersetzt. Bei dem plattdeutschen Lustspiel geht es um einen verschuldeten Bauernhof, der wieder auf Vordermann gebracht werden soll. Natürlich geht es darum, wer auf dem Hof das Sagen hat und das Thema Liebe kommt auch nicht zu kurz.

Theaterproben

Vorhang auf für die Plesiermakers

Gemener Theatergruppe kehrt im November unter neuer Regie auf die Bühne zurück

Gemen (mge). Sie sind wieder da, die Plesiermakers van Gämen. „Denn ewigen Stried um de Bux“ heißt das neue Stück, das am 4. November Premiere feiert. Ein Jahr war Pause. Damals ging in Gemen das Gerücht um, die Plesiermaker stünden kurz vor der Auflösung. Die Theatertruppe steckt zu dieser Zeit im Umbruch. Die Regisseurin Marita Laertz hatte schon einige Zeit die Absicht, die Leitung in andere Hände zu legen.

Hinzu kam, dass einige langjährige Akteure wie Magdalene Bockwinkel und Theo Larfeld aus Alters- oder beruflichen Gründen die  Schauspielerei an den Nagel hängen wollten und insbesondere die männlichen Rollen immer schwieriger zu besetzen waren. Die Situation hat sich etwas entspannt, seit Meike Stewering, Pascal Thielsch und Philipp Gehling neue Mitspieler und mit Claudia Rentmeister eine neue Souffleuse gefunden wurde. Dennoch wird weiterhin männlicher Nachwuchs gesucht.

Mit Birgit Lechtenberg übernimmt nun eine Frau die Regie, die selbst schon auf der Bühne stand, das Metier also kennt. Jetzt muss sie allerdings eine umfassendere Rolle übernehmen als bisher. „Wir hoffen, den Besuchern einige kurzweilige Stunden bieten zu können,“ so Lechtenberg.

Die verspricht das Lustspiel in drei Akten von Hans Lellis allerding. Für Spaß ist gesorgt. Der Hof Große Vehne ist arg verschuldet. Die Frage ist, wer auf dem Hof die Hosen anhat – offenbar nicht Bauer Hermann (Albert Osing), sondern Ehefrau Mathilde (Ingrid Albers). Das sieht bei Johann Böckner (Walter Brandt), dem Nachbarn ähnlich aus.

Die Geschäfte auf dem Hof werden vom smarten aber zwielichtigen Arie van Basten (Pascal Thielsch) geführt. Der ist, wenn es nach Mathilde geht, als gute Partie für Hoftochter Marie (Meike Stewering) vorgesehen.

Altknecht Hans (Tobias Becker-Hardt) ist um den Hof besorgt und will seinen Neffen Markus (Philipp Gehling) als neuen Wirtschafter einstellen, um den Hof zu retten. Hans hat auch die Idee, Knecht Heini (Rainer Föcking) mit einem ganz besonderen Auftrag auszustatten, um die „Geschäfte“ des Herrn van Basten genauer zu durchleuchten.

All das könnte aber niemals gelingen, wenn nicht die hocherotische Magd Cilli (Marion Heming) einige Verwirrungen in Liebesdingen stiften würde.

 

Ob sowohl die Liebesdinge als auch die Wirtschaft des Hofes in Ordnung kommen, können die Besucher in den Aufführungen am Freitag, 04. November, um 19:30 Uhr sowie am Samstag, 5. November, um 14:30 und 19:30 Uhr selbst erleben. Karten zum Preis von acht Euro gibt es am 22. Oktober von 10 bis 13 Uhr im Heimathaus Grave.

Das sagen die Plesiermakers

Birgit Lechtenberg, Regisseurin: „Marita Laertz suchte eine Nachfolgerin. Damals wollte ich erst nicht. Als dann aber auch Stammspieler aufhörten, war die Frage, ob es mit den Plesiermakers weitergeht. Da habe ich zugesagt. und es geht gut weiter. Nun bin ich unendlich stolz auf die ganze Truppe. Hut ab.“

Albert Osing (seit 2009 dabei): „Vor zwei Jahren haben professionelle Mitspieler aus Alters- und Berufsgründen aufgehört, auch unsere Regisseurin Marita Laertz. Das war ein Schnitt. Ich habe befürchtet, jetzt in den Altenpart gedrängt zu werden. Mit den neuen Leuten klappt das aber prima.

Marion Heming (seit 1997 dabei): „Wir sind sehr schnell zu einer guten Truppe zusammengewachsen. Da passt alles. Mit so vielen Neuen hatte ich nicht gerechnet. Meike Stewering hat da viel Überzeugungsarbeit geleistet. Beispielsweise auch bei unserer neuern Souffleuse Claudia Rentmeister.“

 

Pascal Thielsch (neu im Team): Meike Stewering hat mich und Philipp Gehling bei einem gemeinsamen Grillen angesprochen. Ich sprche zwar kein Platt, aber es interessiert mich, deshalb fühle ich mich bei den Plesiermakers gut aufgehoben. Da greifen alle Räder ineinander. Das macht großen Spaß.

Besuche

Besucherzaehler

Wir suchen Verstärkung!

Damit die Plesier-

makers auch in den

nächsten Jahren die

Lachmuskulatur ihrer

Zuschauer strapazieren

können, suchen wir 

Nachwuchs.

Wer Lust am Theater

spielen und an der

plattdeutschen Sprache hat,

kann sich direkt an

Birgit Lechtenberg, lechtenberg.jb@gmx.de

oder an einen der

anderen Plesiermakers wenden.