Bericht der Borkener Zeitung vom 05.11.1018

Was sich liebt, das haut sich

Gemen (mge). Und am Ende kriegen sie sich doch. Oder doch nicht? Den Besuchern bei den drei Theater-Aufführungen der Plesiermakers war es am Ende wohl egal, sie hatten zweieinhalb vergnügliche Stunden hinter sich. „All´s bloß Theater“ war ein Stück mit einigen Längen im ersten Akt, später aber voller Witz, Action und überraschender Wendungen.

Der deftige Bauer Alfons (toll gespielt von Tobias Becker-Hardt), trinkfest und arbeitsscheu, möchte sich an die Kellnerin des Dorfgasthofes ranmachen. Dazu will er das Theaterstück „Den Schönen und dat Biest“ aufführen. Sich selbst sieht er als den Schönen, die Kellnerin als Biest.

Helfen soll ihm Heinz Bohnensack (Philipp Gehling) Witwer, Freund und verhinderter Dichterfürst. Der haut zwar den einen oder anderen umwerfenden Vierzeiler raus, soll aber keine Rolle bekommen. Stattdessen soll er sich an des Bauers Schwägerin ranmachen, die herbe Hilde Gänseschmalz (großartig: Meike Stewering).

Hinter das Spiel kommt Ehefrau Agnes (Tanja Struck), die mit Schwester Hilde und Tochter Eva dem Ehemann einen Strich durch die Rechnung machen will. Eva (Nadine Sievers) kommt als Göre daher, macht sich an das schüchterne Muttersöhnchen, den Studenten Max (Pascal Thielsch) ran und schafft es diesen zum Zorro zu machen.

Albert Osing spielt den Altwarenhändler Franz und Ingrid Albers die männerfeindliche Pfarrköchin, beide landen, weil für Diebe gehalten, schließlich im Schrank, finden dann aber zueinander. Inzwischen haben sich die Damen Agnes, Eva und Hilde völlig verwandelt und erscheinen verschleiert zum Vorsprechen. Um es kurz zu machen: Statt an die Kellnerin gerät Alfons an seine Frau, Heinz verbringt die Nacht mit der jetzt attraktiven Hilde im Heu und Max kriegt die schicke Eva.

Nicht jeder bekommt in dem Stück das, was er erwartet, aber alle das, was sie verdienen. Und für die Schauspieler gab es am Schluss jeweils den hoch verdienten langanhaltenden Beifall für witzige Dialoge, actionreiche Passagen und sprühende Spiellaune in drei so gut wie ausverkauften Vorstellungen.

 

Den Applaus hatten sich auch die Beteiligten hinter den Kulissen um Regisseurin Birgit Lechtenberg redlich verdient. „Sowas braucht Gemen“, meinte Gründungsmitglied Marita Laertz anerkennend, „toll wie die jungen Leute das auf die Bühne bringen. Weiter so.“

Bericht der Borkener Zeitung vom 30.10.2018

Die Bühne steht schon

Die Plesiermakers bereiten sich auf ihre Aufführung in der Aula der Jugendburg vor.

GEMEN (mge) Statt Textarbeit ist Muskelkraft gefragt. Am Sonntag wurde die Bühne der Plesiermakers van Gämen in der Aula der Jugendburg aufgebaut. Es muss alles stimmen, denn jedes Stück verlangt andere Requisiten.

Wo führen die Türen hin? Wo stehen die Möbel? Welches Licht wird gebraucht und welche Mikrofone? Viele Fragen sind vorher zu bedenken. Beim Aufbau der Bühne packen Akteure und Familienmitglieder mit an. Für die Akustik und Beleuchtung ist wieder Berni ten Have zuständig. Die Tickets kontrollieren Reini Stege und Hans Rieken. Wichtig ist auch, wer für Maske und Frisuren sorgt, schließlich müssen acht Akteure in ihre Charaktere verwandelt werden. Kathleen Nitsch und Iris Oenning werden mit Haarspray und Schminke arbeiten. Dabei wird aus Tobias Becker-Hardt der Bauer Alfons, trinkfest und arbeitsscheu. Agnes (Tanja Struck) ist seine resolute Frau. Die ausgeflippte Tochter Eva spielt Nadine Sievers, sonst gar nicht ausgeflippt. Eine sitzengebliebene Jungfer ist auch Meike Stewering nicht. Sie spielt sie aber im Stück.

Für das Muttersöhnchen Max wird Pascal Thielsch um etliche Jahre jünger gemacht, während Witwer Heinz von Philipp Gehling verlangt, um einiges älter auszusehen. In Altwarenhändler Franz wird sich Albert Osing verwandeln. Die Pfarrköchin, das Gewissen des Dorfes, spielt Ingrid Albers. Im Souffleurkasten sitzt Claudia Rentmeister.

 

Spielleiterin Birgit Lechtenberg freut sich, dass alles gut geklappt hat. Sie hofft, dass die Besucher vergnügliche Stunden haben werden. Kleiner Wermutstropfen für die Fans des plattdeutschen Theaters: Die Vorstellung am Freitag, 2. November, ist ausverkauft. Für die Aufführungen am Samstag ab 14:30 und 19:30 Uhr gibt es noch Karten bei Schreibwaren Dörte Nienhaus und an der Abendkasse.

Bilder von den Theaterproben

Kartenvorverkauf im Heimathaus Grave am 20.10.2018

Bericht im Borkener Stadtanzeiger vom 10.10.2018

Plesiermakers van Gämen blicken der großen Premiere entgegen

Theater und Turbulenzen

Gemen (mge) Die Proben der Plesiermakers van Gämen geben so langsam dem Ende entgegen. In einigen Tagen wird die Bühne in der Vorburg aufgebaut und dann kann die Premiere am 2. November starten. „Alls bloß Theater“ heißt das neue Stück und verheißt wieder viel Vergnügen. In der plattdeutschen Komödie geht es um einen trinkfesten Bauern, der mit einer List die Kellnerin im Dorfgasthaus anbaggern will. Doch noch sind da die anderen Frauen, die Ehefrau zuallererst. Auch die Schwägerin und die Haushälterin vom Kaplan. Keine Frage, es wird turbulent. Damit die Theaterfans nicht in Turbulenzen geraten, sollten sie sich den 20. Oktober vormerken. dann nämlich werden die Tickets von 10 bis 12 Uhr im Heimathaus Grave, Achter de Waake 12 zum Preis von Euro verkauft. Sollten dann noch Karten übrig sein, sind die bei Schreibwaren Dörthe Nienhaus, Ahauser Straße 113 ab Montag, 22. Oktober zu haben. Die Aufführungen sind am Freitag, 2. November um 19:30 Uhr, am Samstag, 3. November um 14:30 und 19:30 Uhr, jeweils in der Vorburg der Jugendburg.

Bericht der Borkener Zeitung vom 28.08.2018

„Alls bloß Theater?“

von Hubert Gehling

 

GEMEN. „Alls bloß Theater?“ – na klar, was denn sonst, wenn „De Plesiermakers van Gämen“ auf der Bühne stehen. Und dort werden sie in wenigen Wochen wieder sein. Derzeit stehen noch Proben auf dem Programm. Abwechselnd im evangelischen Gemeindehaus oder im katholischen Jugendheim werden noch mit Textbüchern die Grundlagen erarbeitet. Danach geht es an den Feinschliff.

„Alls bloß Theater“ ist das neue Stück von Erich Koch - und es wird wieder eine turbulente, plattdeutsche Komödie werden. Diesmal gibt es sogar ein Theater im Theater. Der trinkfeste Bauer zecht nämlich lieber in der Gaststube mit der flotten Kellnerin als das Vieh zu füttern. Er kommt auf die Idee, mit Hilfe eines Theaterstücks die Kellnerin zu umgarnen, was natürlich die Reaktion der Gattin herausfordert. Im gleichen Zug soll die lästige Schwägerin mit dem dichtenden Freund verbandelt und abgeschoben werden.

Mehr soll jetzt aber noch nicht verraten werden. Nur so viel: Zwei Stunden beste Unterhaltung sind wieder garantiert.

 

Damit das gelingt, proben die Plesiermakers seit April. „Das Stück hat uns gefallen, und ich habe das dann ausgewählt“, so Regisseurin Birgit Lechtenberg. So wurden die Textbücher studiert und in den Proben in Aktion umgesetzt. Vieles geht jetzt schon ohne die Texte, Soufleuse Claudia Rentmeister hilft aber gelegentlich über die Hürden.

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